23. Juli 2014

Bin wieder zurück

Letzten Freitag bin ich in meine alte Heimat gefahren.
Am Samstag fand dort nämlich DAS jährliche Ereignis statt, das Neustädter Kinderfest. Es war das inzwischen 466te.
In langer Tradition wird in meiner Heimatstadt Neustadt bei Coburg ein Fest nur für die Kinder ausgerichtet. Ursprünglich war es das Gregoriusfest und hat sich seit der Reformation erhalten. Der Grundgedanke war und ist, den Schulkindern einen Tag der Freude zu schenken. Die Kinder erhalten noch heute von der Stadt einen Bratwurst- und einen Eisgutschein. Morgens um Sechs zieht schon eine Kapelle mit dem Weckruf durch die Stadt. Am frühen Nachmittag findet ein farbenprächtiger Umzug aller ortsansässiger Schulen statt. Anschließend werden dann auf einem Freigelände am Wald die Freiübungen durchgeführt. Sie enden mit dem Rutscher, einem traditionellen Tanz. Kinder und Zuschauer singen dann gemeinsam im besten Dialekt  "Rutsch hi, rutsch har, do Schneido hot die Schar" Anschließend wird ausgelassen gefeiert.
Ein paar Bilder dazu habe ich Euch mitgebracht




Anfang des Umzuges und Kinder in der örtlichen Tracht

Die "Nationalspeise", die Neustadter Bratwurst

Musikkapellen aus dem ganzen Umland nehmen teil

Alle Schulklassen sind nach einem Motto gekleidet




Eine Schalmeikapelle aus Thüringen mit fetziger Musik








Fahrgeschäfte und Buden am Festgelände sind von meiner großen Tochter bemalt, da sie für den Schausteller dort arbeitet


Freiübungen am Festplatz



Der "Rutscher" zum Abschluß

Zu meinen Zeiten sah dieses Fest noch ein bißchen anders aus und auch die Freiübungen fanden in anderem Stil statt. Damals bekam jedes Mädchen ein neues Festkleidchen und es wurden viele Blumenbögen im Umzug mitgeführt
  
Unterm Blumenbogen marschiert meine Wenigkeit (1956)

Hier Jährchen später im rotweißen Kleid




Am Sonntag waren wir noch auf einem Mittelaltermarkt an der Lauterburg


Die armen Kerle mußten zwei Tage bei 30° in diesen Rüstungen kämpfen


Abseits saß eine Elfchen auf der Mauer. Leider sieht man die hübschen Ohren hier schlecht




Heimwärts fuhren wir über den Froschgrund, wo in den letzten Jahren ein gigantisches Bauwerk entstanden ist, eine Eisenbahnbrücke für die neue Trasse nach Erfurt. Leider hatten wir es da etwas eilig, da eine lokale Unwetterwarnung bestand für Windgeschwindigkeiten von 180 Stundenkilometern.
Am Montag nachmittag stieg ich dann wieder - bei noch gutem Sommerwetter -  in den Zug. In Augsburg zog ich mich dann in der Bahnhofstoilette um, weil es dort nur noch 17°C hatte und der Himmel alle Schleusen geöffnet hatte. Auf dem Weg zum Bus wurde ich ganz schön nass . . . . . . 
Und nun versuche ich wieder ins "normale" Leben um zu steigen.




Kommentare:

  1. Morgen liebe Else,
    DANKE für den tollen Bericht und die super
    Bilder, auch die ältere Bilder einfach KLASSE!
    LG
    Nicole

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  2. Hallo Else,
    vielen Dank fürs teilhaben lassen an deinem Urlaub.
    Liebe Grüße
    marga

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  3. Danke dir für die tollen Bilder. Schön, dass du auch die alten Aufnahmen zeigst, als du selbst mit von der Partie warst!

    Viele Grüße
    Gabi

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Ein herzliches Danke für Eure Kommentare !
Ich freu mich über jeden einzelnen sehr !